Trinkwasserversorgung riesiges Problem
Seit Tagen ist unser Mitarbeiter täglich unterwegs um Wasser, Hygienepakete und Medikamente an die Menschen in den Obdachlosenlagern zu bringen. Ein kurzer Bericht (25.12.2011).
»Wasser ist immer noch ein riesiges Problem. Über 70% der 500.000 Menschen der Stadt haben kein Wasser. Etwas über 110.000 Menschen wurden mit ihren Häusern überflutet. Die Zahl der Toten steigt täglich. Ununterbrochen fliegen die Hubschrauber über unsere Köpfe. Jetzt allerdings nicht mehr um zu retten, sondern nur noch um die Leichen in den Flüssen und ins Meer getriebenen Körper zu bergen. Überall in der Stadt hängen Vermisstenplakate.
Mit lokalen Helfern vor Ort versuchen wir seit Tagen so gut wir können zu helfen. 4000 kleine Hilfspakete haben wir mit den bis jetzt gespendeten Mitteln austeilen können. Mit Containern versuchen wir Wasser aus Quellen in die Lager zu bringen. Morgen wollen wir beginnen, die 50.000 Wasseraufbereitungstabletten auszugeben, womit man auch sehr schmutziges Wasser trinkbar machen kann.«
Nur Schlamm und Schutt
»Nach dem Taifun gibt es nur noch Schlamm und Schutt«, schrieb unser Mitarbeiter Carsten Aust, der auf den Philippinen arbeitet.
Viele Familien wurden in der Nacht von den Fluten überrascht, wurden im Schlaf mit samt ihrer Hütte in den Tod gerissen. Man spricht von insgesamt 652 Toten und ca. 800 Menschen, die vermisst werden. Insgesamt sind um die 100.000 Menschen direkt von den Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen. Die Notunterkünfte sind überfüllt. Kinder schreien, rufen nach ihren Eltern. Andere starren wie gelähmt ins Leere. Eng aneinander gereiht liegen tausende von Menschen auf dem kalten Boden. Ihre Kleidung am Leibe ist häufig das einzige, was ihnen geblieben ist. Es fehlt an sanitären Einrichtungen, oft stehen nur einfache Schüsseln zu Verfügung um sich zu erleichtern. Sauberes Wasser, Nahrungsmittel, besonders Babynahrung wie auch Windeln und allgemein Hygieneartikel werden dringend benötigt. Die Schlammfluten haben 70 % der Wasserversorgung für die Bevölkerung von Cagayan De Oro zerstört.
Unser Ziel ist es, dass ab dem 21.12.2011 eine Hilfsstation in der Stadt Cagayan de Oro operativ ist. Unser Mitarbeiter Carsten Aust und seine Frau werden die kommenden Tage und Wochen vor Ort sein und Soforthilfe leisten.

