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Das Schlimmste ist überstanden

Sie haben überlebt. Die alte Frau ist ein Beispiel dafür. Die letzte Dürreperiode am Horn von Afrika war nicht die einzige, jedoch die schlimmste ihres langen Lebens. Man sieht es ihr an; auch ihre Erleichterung, dass die neue Ernte einen normalen Ertrag gebracht hat.

 

Nach drei Monaten ist das Nothilfeprojekt im Norden Äthiopiens Anfang dieses Jahres abgeschlossen worden. Mehr als 9.000 Menschen wurden über drei Monate von Nehemia versorgt, 500 Tonnen Lebensmittel an die bedürftigen Bewohner von 18 Dörfern im Distrikt Endamehoni verteilt, 700 km nördlich von Addis Abeba. Mit den ausgeteilten Rationen konnten sie gerade überleben.

 

Der herzliche Dank der Versorgten gilt auch der NGO „humedica“, die die finanzielle Last übernommen hatte. Erleichterung war während der letzten Verteilung deutlich zu spüren, nicht mehr die verständliche Gier wie bei der ersten Ausgabe. Die Jugendlichen glauben wieder an ihre Zukunft.



Der weite Weg

Vom Hunger gezeichnet

Diese Frau gehörte zu den ersten Empfängern der Nahrungsmittel unseres Hilfsprogramms in Äthiopien.

Eingeladen waren am Sonntag, den 30. Oktober 300 ausgewählte Bewohner des Dorfes T/Haya. Aus ihrer Gegend müssen sie zu Fuß etwa 15 Kilometer nach Maichew zurücklegen. Auf dem Rückweg tragen sie 20 Kilo Nahrungsmittel, die sie für einen Monat ernähren werden. Das Programm ist zunächst für drei Monate vereinbart. Versorgt werden in Maichew 6.400 Menschen aus insgesamt 13 Dörfern der Umgebung.

Weitere 2.600 Empfänger wohnen in fünf Dörfern um den Ort Neksege, der abseits der Hauptstraße 38 Kilometer vom Maichew entfernt liegt.

 


Generatonsübergreifendes Warten auf Hilfe

Diese Familie wohnt direkt neben dem Vorratslager in Neksege. Großmutter, Tochter und drei Enkel warten darauf, dass das Lager beliefert und mit der Verteilung von Lebensmitteln begonnen wird. Dafür müssen jedoch erst kleinere Lkws 50 Tonnen Nahrungsmittel aus Maichew über gebirgige Feldwege antransportieren.

Jede Fahrt eines Fahrzeugs mit vielleicht 5 Tonnen wird mit Beladen der Ware, dreistündiger Hinfahrt über 38 Kilometer, Abladen und Rückfahrt einen ganzen Tag dauern.

In der zweiten Novemberwoche ist die erste Verteilung geplant. Dann werden sich die Gesichter der Bewohner wieder aufhellen.


Zweite Runde

Im Speisungsprogramm in Djibouti ist die zweite Verteilrunde mittlerweile in vollem Gang. 300 Familien erhalten dort monatliche Zuteilungen von Grundnahrungsmitteln. Das Programm ist zunächst auf vier Monate angesetzt und hilft den Empfängern, die schlimmste Zeit zu überstehen.

 

Hilfe wird auf andere Länder ausgeweitet
Wir weiten unsere Hilfe weiter aus. Ende Oktober wird auch in Äthiopien mit der Versorgung Hungernder begonnen. Zusammen mit den Partnern dort und in Absprache mit der Regierung werden in 18 Siedlungen in der Provinz Southern Tigray 9000 Menschen für vier Monate mit Lebensmitteln versorgt. Die  beiden Projekte werden von humedica tatkräftig gefördert. Unsere Mitarbeiter werden noch in diesem Monat in die Krisenregion reisen, um die Arbeiten vor Ort zu koordinieren.

Danke, dass Sie uns helfen zu helfen!


Hunger in Afrika

Unglaubliches Elend
Sabir ist eine kleine Ansiedlung in der Südwestecke des Staates Djibouti, nahe der Grenze zu Äthiopien, etwa 150 km von der Hauptstadt entfernt. Bei Google Maps sucht man vergeblich nach diesen Hütten. Die Menschen dort werden vom Rampenlicht der Medien nicht erfasst, doch auch sie kämpfen aufgrund der Trockenheit in Ostafrika ums Überleben. Ihre Lebensgrundlage, bestehend aus Ziegen und Kamelen, ist gefährdet, Mangelernährung ist eher der Normalfall als die Ausnahme.

Schlimmste Dürre seit 60 Jahren
Ernten zerstört - Tiere verendet
Kinder sterben in grosser Zahl

Erste Verteilaktion in Djibouti ist angelaufen
Nehemia, Partner von humedica, hat in Zusammenarbeit mit einer lokalen Hilfsorganisation begonnen, in ländlichen Gebieten Djiboutis Menschen mit lebensrettenden Gütern zu versorgen.  Die Empfänger sind Halbnomaden und Sesshafte aus dem Stamm der Afar. Eine erste Verteilaktion in Sair versorgte zunächst 70 Familien. Im Lauf der nächsten Woche wird sich der Kreis auf 300 Familien erweitern.  Sie erhalten therapeutische Zusatznahrung für kritisch Unterernährte und allgemeine Lebensmittel und darüber hinaus Hygieneartikel und Kleidung. Monatliche Verteilaktionen sollen über die nächsten drei bis vier Monate das Überleben ermöglichen, bis sich durch die erhofften Niederschläge die Lage entspannt.

Dass Nehemia gemeinsam mit humedica diese erste Hilfe in Dschibuti leisten konnte, verdanken wir den großzügigen Spenden im Rahmen des Sternstundentages, aus dessen Sammlung die ersten finanziellen Mittel herkommen.

Nehemia leistet Nothilfe ...
... für 300 Haushalte ...
... mit 2 000 Personen

Wir freuen uns auch sehr über die großzügigen Zuwendungen aus unserem Spenderkreis. Während die Verteilaktion in Djibouti in die Wege geleitet wird, beschäftigt sich Nehemia zusammen mit den Partnern mit der Frage, wie den Menschen in der Region nachhaltig geholfen werden kann.  Ein landwirtschaftliches Modellprojekt könnte in der Zukunft vorbeugend kritischen Situationen begegnen.

 

Weitere Hilfe soll also folgen, auch in anderen Regionen Ostafrikas, wo wir unseren langjährigen Partnern in Äthiopien und Tansania helfen, die Not in ihrem Umfeld zu lindern.

 

Danke, dass Sie uns helfen, zu helfen!

Dankbar ...
... ziehen die Menschen ab
Für's Erste ist gesorgt

Flüchtlingslager in Dschibuti

Am 5.08.2011 hat unser Mitarbeiter ein drei Stunden von der Hauptstadt Dschibutis entfernt liegendes Füchtlingslager besucht. Nach Schätzungen sind 70 % der Kinder dort unterernährt und der Ernährungszustand von schwangeren Frauen ist schlecht. Ein Bild der Trostlosigkeit mitten im Nichts.

Sie warten auf Hilfe ...


... und hoffen auf eine bessere Zukunft

Hungerkatastrophe in Afrika

Sie brauchen Hilfe

Nach zuverlässigen Informationen vom Auswärtigen Amt in Berlin und der "OCHA" (Organization for Cooperation of Humanitarian Aid der Vereinten Nationen) sind am Horn von Afrika bisher etwa 10 Millionen Menschen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen.

 

Nach Rücksprache mit dem Auswärtigen Amt in Berlin wird sich Nehemia zusammen mit AVC auf Dschibuti  konzentrieren, denn in Äthiopien erschwert die Regierung Hilfsprojekte über jedes vertretbare Maß, die meisten Hilfsorganisationen wollen in Kenia tätig werden und in Somalia selber dürfen nur große internationale Organisationen helfen; und das nur bedingt und erschwert.

Wir haben seit etwa drei Jahren Kontakt nach Dschibuti. Dort sind die Verhältnisse kaum noch beherrschbar, da die geschätzten 120.000 Flüchtlinge bei ca. 600.000 »normalen« Einwohnern in dem Kleinstaat ohne Fremdhilfe nur sehr begrenzt versorgt werden können. Der Flüchtlingsanteil liegt bei ca. 20%. Das ist in den anderen Ländern weniger dramatisch. Entsprechende Probleme bezüglich Preissteigerungen, Plünderungen und hygienischen Verhältnissen sind unvermeidlich.

Im Wesentlichen wird sich die Hilfe auf kritisch Unterernährte konzentrieren. Das sind in der Regel Kinder, Schwangere und Stillende, Kranke und alte Menschen.

Spezielle Notfall-Nahrung ist bereits reserviert; ebenso benötigte Medikamente (auch Vitamine) und Verbandsmaterial z. B. zur Behandlung von Augen- und Hautentzündungen, die per Luftfracht eingeflogen werden sollen. Dafür soll eine mobile Ambulanz im Freien eingerichtet werden.

Lokal werden Lebensmittel gekauft. Gedacht ist zunächst an Reis, Mais, Zucker, Speiseöl und Wasser.

 

Nachdem unser Mitarbeiter, Dr. Friedhelm Ernst überraschend schnell ein Visum für Dschibuti erhalten hat, wird er am 2. August dorthin fliegen, um vor Ort die Hilfe von Nehemia zu koordinieren.

 

Helfen Sie uns helfen. Für Spenden mit dem Vermerk: »Hungerhilfe Afrika« sind wir sehr dankbar.


Verlassene "Häuser" - Menschen auf der Flucht