Unsere Ziele
Reha-Arbeiten


Drogen-Reha-Gruppe in Sibirien.
1998 kam ein Drogenabhängiger in die Versammlung nach Kansk in Sibirien. Nach ärztlicher Aussage hatte er nur noch wenige Tage zu leben. Es wurde für ihn gebetet und das Wunder geschah. Er erlebte Befreiung von Drogen ohne irgendwelche Entzugserscheinungen und Heilung seines kranken Leibes.

Es war Nikolai, der jetzt Pastor der Gemeinden in dem Kansker Gebiet ist. Durch sein Zeugnis kamen andere. 1999 wurde das erste Reha-Zentrum in Kansk eröffnet. Es folgten weitere in anderen Städten. Zurzeit werden von AVC/NEHEMIA-Gemeinden 38 Zentren mit über 480 Patienten unterhalten. Die Freigewordenen wurden zum Zeugnis der Kraft Gottes. Als ihre Familien und Freunde sahen, wie sich ihr Leben veränderte, kamen sie in die Gemeinden, hörten das Evangelium und viele trafen eine Entscheidung, Jesus nachzufolgen.




MEIN LEBEN WAR TOTAL SINNLOS
Die eigene Mutter getötet


Oleg, 32 Jahre
MIT 16 JAHREN FING ICH AN zu trinken und wurde Alkoholiker. Ich habe auch stark geraucht. Um Alkohol kaufen zu können, habe ich gestohlen. Im Alkoholrausch habe ich dann den Menschen getötet, der mein bester Freund war – meine Mutter.
Ich wurde verurteilt und kam ins Gefängnis. Mein Leben war total sinnlos. Im Gefängnis traf sich eine Gruppe gläubig gewordener Gefangener. Ich ging auch zu ihren Gottesdiensten und war sehr verwundert, so fröhliche Menschen zu treffen. Ich habe sie dann näher kennengelernt, und sie haben mir von Jesus erzählt. Ich verstand, dass Jesus der Einzige ist, der mir helfen und mein Leben verändern kann. Darum habe ich mein Leben Jesus gegeben.
Als ich entlassen wurde, hörte ich, dass es in Smolensk ein Reha-Zentrum gibt. Seit drei Monaten bin ich nun in diesem Zentrum. Jesus hat mich frei und froh gemacht. Ich freue mich, ihn immer mehr kennen und lieben zu lernen.




VON DER SUCHT BEFREIT
Jeden Tag einen Liter Wodka


Er berichtet
ICH BIN 32 JAHRE ALT. Obwohl ich Eltern habe, haben sie sich nicht um mich gekümmert und ich bin praktisch wie elternlos aufgewachsen.
Mit 17 fing ich an, Alkohol zu trinken und wurde Alkoholiker. Seitdem bestand mein Leben aus Alkohol und Stehlen, damit ich mir Alkohol beschaffen konnte. In den letzten Jahren habe ich jeden Tag mehr als einen Liter Wodka getrunken. Eines Tages wurde ich in eine Schlägerei verwickelt. Dabei wurde ich so schwer verletzt, dass mein linker Arm gelähmt war. Ich wollte nicht mehr so weiterleben, konnte aber vom Alkohol nicht loskommen. Ich wusste, wenn ich so weitermachte, würde ich bald ein schlimmes Ende nehmen.
Eines Tages hörte ich, dass es in Smolensk ein Reha-Zentrum gibt und ging dorthin. Dort habe ich von Jesus gehört und Er hat mich von Alkohol und Rauchen frei gemacht und auch geheilt. Bis auf meinen kleinen Finger ist mein Arm wieder vollkommen in Ordnung. Jetzt bin ich ein froher Mensch. Mein Wunsch ist es, zur Bibelschule zu gehen und danach solchen Menschen zu dienen, wie ich einer war. Ich bin Gott sehr dankbar für das, was er aus meinem Leben gemacht hat.




VON INNEN UND AUSSEN VERFAULT
Mit zwölf schon gespritzt


Wika, 24 Jahre
ICH BIN IN EINER EINFACHEN FAMILIE GEBOREN. Meine Eltern haben oft gestritten und getrunken. Niemand hat sich um meine Erziehung gekümmert, ich war die meiste Zeit mir selbst überlassen. Zuletzt haben meine Eltern sich scheiden lassen und keiner hat sich für mich interessiert.
Ich bin dann in eine Clique geraten, in der alle mindestens fünf Jahre älter waren als ich. Dort habe ich auch die ersten Drogen probiert. Mit zwölf Jahren habe ich das erste Mal gespritzt. Ich war noch ein Kind und verstand überhaupt nicht, was ich tat. Meine Freunde kamen nach und nach alle ins Gefängnis, ich blieb allein zurück. Ich lebte in den Tag hinein, wie alle Drogenabhängigen. Ich hatte keine Vergangenheit, keine Zukunft, nur Schmerz, Bitterkeit und Leere all die Jahre hindurch. Ich habe gelebt, um zu spritzen, und gespritzt, um zu leben und irgendwann zu sterben.

In acht Jahren Abhängigkeit bin ich nicht nur von innen verfault, sondern auch äußerlich. Ich war total ausgetrocknet und konnte nicht mehr gehen. Ich lag im Sterben und das Fleisch unter meinen Achseln faulte schon. Meine Seele wollte leben, aber ich hatte keine Kraft dazu.

Da fing ich an, über mein Leben nachzudenken. Ein junger Mann kam zu mir und sagte, dass noch nicht alles verloren sei und es einen Ausweg gäbe. Er sei früher auch drogenabhängig gewesen und sein Leben habe sich durch die Gnade Gottes verändert. Er erzählte mir von Jesus, der von Drogen und anderen Gebundenheiten befreit. Er erzählte auch von dem Reha-Zentrum und was Gott in seinem Leben getan hat. Ich weiß nicht warum, aber ich habe ihm vertraut und geglaubt, dass es auch für mich einen Ausweg gibt. Die Gemeinde hat für mich gebetet, und es ging sehr bald aufwärts mit mir. Das war für mich der Beweis, dass Gott lebt und allmächtig ist. Es war ein Wunder für mich. Als ich wieder gehen konnte, fuhr ich ins Reha-Zentrum und habe dort ein Jahr das Programm durchlaufen. In diesem Jahr wurde mein Leben stark verändert, und ich fühlte mich zum ersten Mal als ein Mensch. Gott hat mich von Drogen und anderen Gebundenheiten befreit. Er hat mich innerlich und äußerlich verändert. In Gott habe ich wieder Freude bekommen und eine neue, große Familie. Mein Leben hat jetzt Sinn und Ziel, und ich bin glücklich. Ich höre nicht auf, Gott zu danken für die Wunder, die er in meinem Leben getan hat.